Ist klar definiert, wer dazu gehört und wer nicht? Oder ist jeder dabei, der morgens zum Beten kommt?


Wir sprechen von verschiedenen Ebenen in unserer Gemeinschaft. Es ist nicht so, dass du drin oder draußen bist. Ich glaube, es gibt eine Reise der Lebensveränderung, die geschieht, wenn Leute dazustoßen. Wir haben viel von Klostergemeinschaften gelernt. In manchen dauert es sieben oder zehn Jahren, um vollwertiges Mitglied zu werden. Aber es gibt Kernwerte, die uns wichtig sind und in die wir Menschen hineinführen – verschiedene Praktiken und Glaubensüberzeugungen. Für die schämen wir uns auch nicht. Wir sagen: So sieht gelebter Glaube aus, dazu gehören Dinge wie Einfachheit und Gewaltlosigkeit und Verbindlichkeit in der Ortsgemeinde und für unseren Stadtteil. Ich glaube, diese Haltung erlaubt es Menschen, langsam reinzuwachsen. Und eine Menge Nichtchristen prüfen unsere Gemeinschaft für sich. Muslimische Nachbarn engagieren sich bei uns ehrenamtlich. Aber alle wissen, worum es uns im Kern geht: nämlich um Jesus und unsere Verantwortung für unser Stadtviertel. Die Kids in der Umgebung lernen eine bestimmte Form von Christentum kennen, das sie anfassen und berühren können. Sie wissen, dass wir Christen sind. Sie beten mit uns. Wir unternehmen was zusammen. Sie würden sagen, dass Christen geistliche Aufgaben haben, aber sie sehen auch die Obdachlosen bei uns zu Hause. Sie stellen fest, wenn jemand stinkt, muss man trotzdem keine Angst vor ihm haben oder muss aufhören, mit ihm zu reden. Das sind Werte aus den Evangelien. Nicht, dass wir alles richtig machen würden – und auch das kriegen sie mit! Aber uns schreiben so viele Leute, die von Kirchen total verletzt wurden: „Ich wusste, dass am Christsein mehr dran sein muss, als Gottesdienste und superreiche Fernsehevangelisten!“ Als jemand, der möchte, dass Menschen Gottes Liebe und Barmherzigkeit kennenlernen, bin ich davon begeistert! Ich denke oft, das größte Hindernis für Gott sind wir Christen. Wir reden so viel und haben so wenig Anziehendes, Magnetisches in unserem Leben.

Quelle:dran