Warum ist Berührung mit armen Menschen so wichtig?
Ich glaube, was Leidenschaft in uns auslöst, ist, diese Gesichter der Ungerechtigkeit zu sehen. In einem Dokumentarfi lm wurde der Chef von Nike, damals war das Philip Knight, gefragt: „Dürfen wir Sie nach Indonesien mitnehmen, wo viele Ihrer Schuhe produziert werden? Bitte zeigen Sie uns die Fabriken.“ Und Philip Knight sagt: „Oh nein, nein, ich fl iege nicht nach Indonesien.“ Die Filmemacher fragten: „Waren Sie denn jemals dort? Immerhin werden Ihre Schuhe da hergestellt!“ Und er sagte: „Nein, da fahre ich nicht hin.“ Ich glaube, dahinter steht die Befürchtung: „Ich will es gar nicht wissen, ich will diese Gesichter nicht sehen. Dann kann ich so weitermachen wie bisher!“ Es ist wichtig, dem Ganzen menschliche Gesichter zu geben. Ich mag einen Spruch sehr: „Wenn wir wirklich anfangen, unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben, unseren globalen Nächsten, dann wird Kapitalismus, wie wir ihn kennen, nicht länger möglich und Marxismus wird unnötig sein.“ Wir brauchen eine Wirtschaft, die in Liebe gegründet ist, in Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten. Das hat Auswirkungen darauf, was wir besitzen und wie wir die Menschen behan deln, die herstellen, was wir besitzen.



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