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Gerth Medien

Wechsel in ihrer Bandbesetzung gab es fast so viele wie Alben. Doch keiner war so einschneidend wie dieser: Neuer Frontmann der erfolgreichen Pop- Formation ist Ex-DC-Talker Michael Tait

Wie kam es dazu, dass Michael die Nachfolge von Peter Furler angetreten hat?
Duncan Phillips:
Peter war an einem Punkt angelangt, an dem er sich völlig erschöpft und müde fühlte. Wir haben es dann nochmal zusammen versucht, aber er sagte: „Ich habe einfach keine Kraft mehr. Ich habe nichts mehr zu geben und kann einfach nicht mehr touren. Aber ich möchte, dass ihr weitermacht.“ Dann gab es diese sehr, sehr kurze Liste, auf der ganz oben Michaels Name stand. Wir haben ihn vor zwanzig Jahren kennengelernt und sind seitdem immer in Kontakt geblieben. Fast immer, wenn es was zu feiern gab, war Michael dabei. Er war schon lange so etwas wie ein Teil unserer Familie. Da war es für uns eine ganz natürliche Entscheidung, Michael an Bord zu holen. Außerdem glaube ich, dass die meisten Leute, die Newsboys so richtig mögen, wahrscheinlich auch DC-Talk-Fans sind. Das war noch ein Grund mehr, der für Michael sprach. Schließlich wollten wir für unsere Fans keinen Fremden, sondern jemanden, mit dem sie sich wohlfühlen. Außerdem wussten wir, dass Michael Weltklasse ist und eine unglaubliche Performance hinlegt. Er ist einfach ein großartiger Typ.

Und Michael, wie ist es so bei den Newsboys?
Michael Tait:
Ich bin total begeistert. In der ersten Zeit nach der Entscheidung bin ich morgens aufgewacht und hab mich gekniffen, um zu sehen, ob ich das alles vielleicht nur geträumt hab. Es ist eine richtig gute Entscheidung, und ich bin sehr froh, dabei zu sein. Es war Liebe auf den ersten Blick. So simpel ist das.

Inwiefern hast du den Eindruck, ein schweres Erbe anzutreten?

Michael Tait:
Peter hat mir einen Rat gegeben, als er an mich übergab. Er sagte: „Sei einfach nur du selbst.“ Und das werde ich tun. Ich werde mir nicht den Kopf rasieren und auch keinen Kajal benutzen … Ich werde meinen Vorgänger nicht kopieren, sondern ich selbst sein und Peters Songs so gut singen, wie ich kann, bis wir neue haben.

Wann wird das sein?

Michael Tait:
Bald. Wir sind dran …

Worin werden sich die Auftritte und die Musik der Newsboys mit Michael von denen mit Peter am deutlichsten unterscheiden?

Jeff Frankenstein:
Michael sieht anders aus (alle lachen). Und er hat einen ganz anderen Stil. Als klar war, dass er der neue Frontmann sein wird, haben wir uns zum Proben getroffen, um rauszufi nden, wie das alles funktionieren würde. Dann stellten wir fest, dass in diesem Mix viel Potenzial drinsteckt und es erstaunlich gut klappt. Michael bringt seine DC-Talk-Prägung mit und wir geben unseren Sound dazu. Es ist anders, aber es macht sehr viel Spaß.

Michael, du hast mal gesagt, dass euer Zusammenschluss so ist, als würde man Burger King und McDonald’s zu einem Superburger stapeln. Klingt sehr überzeugt. Wie bleibt ihr auf dem Boden?

Michael Tait:
Hmm, darüber muss ich nachdenken … (lacht) Okay, wir sind die Newsboys. Big Deal. Aber ich bin auch nur ein Newsboy. Jeder von uns ist nur ein Newsboy. Letztlich unterscheidet uns nicht viel von anderen Christen. Wir sind alle gleich. Wir gehören alle zu Gott und sind zur gleichen Sache berufen: den Nächsten wie dich selbst lieben und den Herrn, deinen Gott, lieben. Nicht mehr und nicht weniger.

Quelle:dran